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Pflegeinformatik zur Optimierung des Behandlungs- und Pflegeprozesses einsetzen

Die zunehmenden Datenflüsse in Organisationen des Gesundheitswesens müssen koordiniert und bearbeitet werden. Patientendaten sollen bereichsübergreifend zur Verfügung stehen, ohne dass Mehrfachdokumentationen auftreten. Voraussetzung für die effiziente Nutzung elektronischer Dokumentationen ist eine standardisierte Sprache, die von allen Beteiligten verwendet wird.

Für die Anwender und Anwenderinnen muss der Nutzen von elektronischen Patientendokumentationssystemen klar und transparent aufgezeigt werden. In dieser Lerneinheit werden erfolgreiche Informatikstrategien und Elemente von Klinikinformationssystemen vertieft und insbesondere elektronische Pflegedokumentationssysteme kritisch beurteilt.

Der Nutzen für die Patientensicherheit, Kontinuität der Pflege, Qualitätssicherung und Kostensteuerung bei der Anwendung standardisierter Pflegefachsprachen (Klassifikationen) wird analysiert und Kriterien für die Mitarbeit als Pflegefachperson in ICT-Projekten erarbeitet.

Das Modul befähigt die Studierenden, die Qualität bestehender Systeme kritisch zu evaluieren und sie in den Bereichen Korrektheit, Genauigkeit, Vollständigkeit und Evidenzbasierung zu beurteilen.



Inhalt

Lernergebnisse Handlungskompetenzen

Die Studierenden sind fähig

  • die Qualität einer elektronischen Pflegeprozess-Dokumentation zu evaluieren
  • die Korrektheit, Genauigkeit und Vollständigkeit der Pflegediagnosen, die Evidenzbasierung pflegerischer Interventionen und Outcomes sowie deren inhaltliche Kohärenz zu beurteilen
  • die Handhabbarkeit und den Nutzen von Pflege- und Übergabeberichte zu bewerten
  • den Nutzen der Pflegeprozessdaten zur Kostensteuerung und Zusammenhänge zu DRGs darzulegen
  • den Stand der Gesundheitsinformatik einzuschätzen bezüglich Kontinuität, Kommunikation, Weiterleitung von Pflegedaten, Grundsätzen gesetzlicher Anforderungen und des Datenschutzes
  • Kriterien für die Mitarbeit als diplomierte Pflegefachperson in IT-Projekten zu umschreiben.
Modulinhalte
  • Zusammenhänge von elektronischer Dokumentation, Qualitätssicherung und theoriegestützter Evaluation von Pflegedaten
  • Kriterien zur Validierung von Pflegefachsprachen in der elektronischen Anwendung
  • Evaluationskriterien für die Qualitätsbeurteilung, Methoden zur Analyse von Zusammenhängen zwischen Pflegedaten und DRGs
  • Gesetzliche Grundlagen zur Patientendokumentation
  • Pflegeberichtswesen: Kriterien, Sinn/Zweck und Nutzen
  • Analyse von Zusammenhängen, Bezüge zwischen eigenen Dokumentationsweisen mit Studienresultaten
Modulreihenfolge

Individuelle Reihenfolge der Module
In Absprache mit der Studiengangsleitung treffen die Studierenden eine geeignete Modulauswahl, die das Profil des gewählten Studiengangs gewährleistet.

Lehr- und Lernmethoden

Impulsvorträge, Diskussionen, Bearbeiten aktueller Fallbeispiele, Fallpräsentationen, angeleitetes Selbststudiumgen

Leistungsnachweis Modulabschluss

Schriftliche Arbeit

Literatur

Bernhard-Just, A., Hillewerth, K., Holzer-Pruss, C., Paprotny, M., & 
    Zimmermann Heinrich, H. (2009). Die elektronische Anwendung 
    der NANDA-, NOC- und NIC - Klassifikationen und Folgerungen 
    für die Pflegepraxis. Pflege, 22(6), 443-454.
Burri, B., Odenbreit, M., & Schärer, S. (2010). Elekronische 
    Pflegedokumentation: Zum Papier zurückkehren möchte niemand. 
    Krankenpflege, 103(4), 16-18.
Kroon, E. (2010). Anforderungen an IT-P. in: Pflegedokumentation 
    mit IT-Systemen. (Hrsg.): Grüttler, K., Schoska, M. & Görres, S.). 
    Bern: Huber.
Sellemann, B., Flemming D. & Hübner U. (2010). Verbreitung von 
    Informations-systemen in der Pflege; in: Grüttler, K.; Schoska, 
    M & Görres, S. (Hrsg.): Pflegedokumentation mit IT-Systemen. 
    Bern: Huber.
Zieme, S. (2010). Auswirkungen IT-gestützter Pflegedokumentation 
    auf die Pflegepraxis - eine Übersichtsarbeit ; in: Grüttler, K.; 
    Schoska, M & Görres, S. (Hrsg.): Pflegedokumentation mit IT- 
    Systemen. Bern: Huber.

Unterrichtssprache

Deutsch

Überblick

Voraussetzungen
  • Englischkenntnisse
  • Kenntnisse zur Nutzung wissenschaftlicher Literatur
  • Zugang zum Praxisfeld mit ICT
Lernzeit und ECTS

150 Stunden, 5 ECTS-Punkte
48 Stunden Präsenzunterricht und 102 Stunden angeleitetes Selbststudium

Modultyp

Pflichtmodul in DAS/CAS in ICT in Healthcare Institutions

Modulcode

MAS_ICT103

Kosten

Modulkosten (Einzelmodul): CHF 2'800.-
Modulkosten (Studiengang): CHF 2'500.-

Anmeldung und Information

Modulverantwortung

Bernhard Galli
Tel.: +41 62 837 58 40
bernhard.galli@careum-weiterbildung.ch

Kontakt

Barbara Widmer
Tel.: +41 43 222 63 11
barbara.widmer@kalaidos-fh.ch

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