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Patienten- und Angehörigenedukation

Bei der Patienten- und Angehörigenedukation geht es um die Förderung der Fähigkeit zum Selbstmanagement chronischer Erkrankungen und um die Gewährleistung einer effektiven und effizienten Versorgung.

Es ist eine zielorientierte, prozesshafte Tätigkeit, die zur Erweiterung des Wissens, zur Sicherheit im Umgang und zu Änderungen im Verhalten der Betroffenen in Bezug auf ihre Krankheit führt und Sie befähigt, ihr Selbst- und Alltagsmanagement selbst-ständig zu übernehmen.

Die Fähigkeit, chronisch Kranke und deren Angehörige edukativ und beratend zu begleiten, zählt zu den wichtigen Aufgaben und Kompetenzen einer Pflegefachperson auf Hochschulstufe.
Patienten- und Angehörigenedukation ist ein interaktiver Prozess zwischen Pflegefachperson und Erkrankten im Sinne von Gesundheitsförderung trotz Krankheit. Das wichtigste Ziel pflegebezogener Patienten- / Familienedukation ist die Erhaltung der Selbst- und Alltagskompetenz der Betroffenen. Sie benötigen Wissen, Handlungsfähigkeit und Motivation.



Inhalt

Lernergebnisse Handlungskompetenzen

Die Studierenden sind in der Lage

  • die Grundsätze der Patientenedukation zu erklären sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Konzepte Information, Schulung und Beratung herauszustellen.
  • den Edukationsprozess zu verstehen und ihn im Pflegealltag zu integrieren.
  • Konzepte wie Selbstmanagement oder Gesundheitskompetenz zu erklären und zu reflektieren.
  • vorhandene Informations- und Schulungsmaterialien - individualisiert auf den jeweiligen pflegerischen Bereich - auf ihre Verständlichkeit zu überprüfen, zu evaluieren und Empfehlungen für deren Einsatz abzugeben.
  • evidenzbasierte Informationsmaterialen für den eigenen Pflegebereich zu entwickeln.
  • im Rahmen der Patientenedukation theoriegeleitet zu argumentieren.
  • Eduaktionsprogrammen für Kranke und Angehörigen in der Praxis in Grundzügen einzuführen
  • die Konzepte Kohärenzgefühl, Empowerment, Selbstkontrolle und Motivation im Rahmen der Patienten- und Angehörigenedukation zu erklären und anzuwenden
Modulinhalte
  • Konzepte Informieren, Schulen und Beraten sowie ihre Anwendung innerhalb der Patienten- und Angehörigenedukation
  • Informationsmaterial: Aufbau und Verwendung in der onkologischen, geriatrischen und palliativen Praxis
  • Beratung: Bedarf und Durchführung in der Praxis; Training und Reflexion
  • Schulungsprogramme, ihre Anwendung und Nutzen für die chronisch Kranken
  • Implementierung eines Patienten- und Angehörigenedukationsprogramms in der Praxis
ModulreihenfolgeIndividuelle Reihenfolge der Module
In Absprache mit der Studiengangsleitung treffen die Studierenden - vor allem bei DAS/CAS - eine geeignete Modulauswahl, die das Profil des gewählten Studiengangs gewährleistet.
Lehr- und Lernmethoden

Fachreferate, Partner- und Gruppenarbeiten, Reflexionsaufgaben, Transferaufgaben, Diskussionen im Plenum, angeleitetes Selbststudium

Leistungsnachweis Modulabschluss

Schriftliche Arbeit

Literatur

Klug-Redmann, B. (2009). Patientenedukation. Kurzlehrbuch für 
    Pflege- und Gesundheitsberufe. Huber Verlag.
London, F. (2010). Informieren, Schulen, Beraten. Praxishandbuch zur 
    pflegebezogenen Patientenedukation. Bern: Huber Verlag.

Unterrichtssprache

Deutsch

Überblick

Voraussetzungen
  • Englischkenntnisse
  • Kenntnisse zur Nutzung wissenschaftlicher Literatur
  • Zugang zur onkologischen Praxis bzw. Kontakt zu Patienten und Patientinnen
Lernzeit und ECTS

150 Stunden, 5 ECTS-Kreditpunkte
40 Stunden Präsenzunterricht und 110 Stunden angeleitetes Selbststudium

Modultyp

Pflichtmodul in CAS/DAS/MAS in Oncological Care

Modulcode

MAS_OC202

Kosten

Modulkosten (Einzelmodul): CHF 2'500.-
Modulkosten (Studiengang): CHF 2'000.-

Anmeldung und Information

Modulverantwortung

Patrick Jermann
Tel.: +41 43 222 63 13
patrick.jermann@kalaidos-fh.ch

Kontakt

Barbara Widmer
Tel.: +41 43 222 63 11
barbara.widmer@kalaidos-fh.ch

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