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Geriatrische Interventionen

Die praktische Umsetzung forschungsbasierter Erkenntnisse und die fachkompetente Unterstützung alter Menschen unter Berücksichtigung ihres individuellen Umfeldes sind Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige geriatrische Pflege im Akut- und Langzeitbereich.

Im Gesundheitswesen besteht ein breiter Konsens, dass die Förderung der Selbstständigkeit und der Selbstbestimmung als wichtiges Qualitätsmerkmal einer professionellen geriatrischen Pflege anzusehen ist.

Im Modul werden Gesundheitsprobleme und -risiken thematisiert, die die Selbstständigkeit alter, pflegebedürftiger Menschen einschränken. Dabei werden die häufigsten geriatrischen Gesundheitsprobleme wie Inkontinenz und Immobilität und ihre Folgen ebenso wie freiheitseinschränkende Massnahmen in den Blick genommen.

Der Einsatz von Risikoeinschätzungsinstrumenten wird ebenso kritisch beleuchtet, wie die möglichen forschungsbasierten Interventionen. In diesem Zusammenhang werden die Konzepte Forschungsanwendung und Evidence Based Nursing (EBN) als Grundlage einer wirksamen Pflegepraxis vorgestellt.



Inhalt

Lernergebnisse Handlungskompetenzen

Die Studierenden sind in der Lage

  • die Bedeutung sowie die Gütekriterien ausgewählter Assessmentinstrumente in der Geriatrie aussagekräftig darzulegen
  • eine systematische Einschätzung der Inkontinenz durchzuführen und wirksame Interventionen forschungsbasiert zu planen, durchzuführen und zu evaluieren
  • das Sturzrisiko individuell zu erfassen und forschungsbasierte Massnahmen zu planen, durchzuführen und zu evaluieren
  • das Dekubitus- und Sturzrisiko individuell zu erfassen und entsprechende Präventionsprogramme zu planen, durchzuführen und zu evaluieren
  • die physischen, psychischen und sozialen Konsequenzen von Freiheitseinschränkung für pflegebedürftige Menschen einzuschätzen und forschungsbasiert Alternativen anzubieten
  • die Konzepte Forschungsanwendung und EBN von einander abzugrenzen und in der Praxis zu nutzen
Modulinhalte
  • Standardisierte Assessmentinstrumente in der Geriatrie
  • forschungsgestützte Interventionsprogramme zur Kontinenzförderung, Dekubitus- und Sturzprävention
  • Bedeutung und Konsequenzen von freiheitseinschränkenden Massnahmen in der geriatrischen Pflege
  • Evidence based Nursing
Lehr- und Lernmethoden

Vorlesung, gelenktes Fachgespräch, Diskussion, angeleitetes Selbststudium

Leistungsnachweis Modulabschluss

Schriftliche Einzelarbeit

Literatur

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (Hrsg.).
    (2006). Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege. Osnabrück. 
    p. 48- 67.
Halek, M., Mayer, H. (2002). Die prädiktive Validität der originalen und
    erweiterten Norten-Skala in der Altenpflege, Pflege (15), p. 309-317
Hamers et al. (2009). Attitudes of Dutch, German and Swiss nursing staff
    towards physical restraint use in nursing home residents, a 
    cross-sectional study. International Journal of Nursing Studies (46), 
    p .248-255
Kottner et al. (2008). Die Interrater-Reliabilität der Braden-Skala, 
    Pflege (21), p. 85-94

Unterrichtssprache

Deutsch

Überblick

Voraussetzungen
  • Zugang zum jeweiligen Praxisfeld bzw. Kontakt zu Patienten und Patientinnen im geriatrischen Setting
  • Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Fähigkeit, englische Texte zu lesen und zu verstehen
Lernzeit und ECTS

150 Stunden, 5 ECTS-Punkte
40 Stunden Präsenzunterricht und 110 Stunden angeleitetes Selbststudium

Modultyp

Pflichtmodul in DAS/MAS in Geriatric Care

Modulcode

MAS_GC102

Kosten

Modulkosten (Einzelmodul): CHF 2'500.-
Modulkosten (Studiengang): CHF 2'000.-

Anmeldung und Information

Füllen Sie direkt das Anmeldedossier aus und senden Sie es ausgedruckt an das Studiengangssekretariat mit Originalunterschrift von Hand.
Modulverantwortung

Elke Steudter
Tel.: +41 43 222 63 15
elke.steudter@kalaidos-fh.ch

Kontakt

Barbara Widmer
Tel.: +41 43 222 63 11
barbara.widmer@kalaidos-fh.ch

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