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Demenz und Delir

Die Pflege von Menschen mit akuter oder chronischer Verwirrtheit stellt hohe Ansprüche an die Fachpersonen. Dabei kann die Pflege, die sich sowohl an wissenschaftlichen Erkenntnissen als auch an den individuellen Bedürfnissen orientiert die Situation der Betroffenen und deren Angehörigen nachhaltig verbessern.

Bedingt durch die gestiegene Lebenserwartung und die geburtenstarken Jahrgänge wird die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen in den nächsten Jahren weiter steigen.

Den so entstehenden gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Herausforderungen werden inzwischen mit verschiedenen Konzepten und Empfehlungen begegnet. In der Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen spielen Pflegefachpersonen eine zentrale Rolle.

Um diese Rolle in einem multiprofessionellen Team professionell einnehmen zu können, sind weitreichende und reflektierte Kenntnisse im Bereich Delir und Demenz ebenso wie das kritische Hinterfragen bestehender Konzepte unbedingte Voraussetzung.



Inhalt

Lernergebnisse Handlungskompetenzen

Die Studierenden sind in der Lage

  • die Krankheiten Demenz und Delir eindeutig von einander abzugrenzen und Unterschiede klar herauszuarbeiten
  • beobachtbare Symptome im Sinne der verstehenden Diagnostik zu interpretieren und zu dokumentieren
  • die Pflege von Menschen mit Demenz im Sinne einer best practice zu planen und durchzuführen
  • forschungsgestützt bestehende Konzepte in der Pflege von Menschen mit Demenz bzw. Delir zu evaluieren
Modulinhalte
  • Akute Verwirrtheit (Delir): Grundlagen und Einführung in die bestehende Forschung zum Thema
  • Ansätze der Prävention und Behandlung bei akuter Verwirrtheit
  • Lebensqualität bei Menschen mit Demenz: Bedeutung, Assessment, Interventionen und Evaluation (basierend auf Forschungsergebnissen)
  • Wahn, Lüge und Halluzination bei Menschen mit Demenz: fokussiertes Erkennen und forschungsgestütztes Handeln
Lehr- und LernmethodenImpulsvorträge, Diskussionen, Themenvorstellung durch Studierende, Bearbeiten aktueller Fallbeispiele, gelenktes Unterrichtsgespräch, angeleitetes Selbststudium
Leistungsnachweis Modulabschluss

Schriftliche Einzelarbeit: Konzeptgestützte Praxisbeobachtung zum Thema Lebensqualität bei Menschen mit Demenz und schriftliche Ausarbeitung der der Beobachtung zugrunde liegenden Fragestellung

Literatur

Ettema, T.P.; Dröes, R-M.; de Lange, J.; Ooms, M.E.; Mellenbergh, 
    G.J.; Ribbe, M.W. (2005). The concept of quality of life in dementia in
    the different stages of the disease. In: International Psychogeriatrics
    17 (3): 353-370
Hasemann, W., Kressig, R. W., Ermini-Fünfschilling, D., Pretto, 
    M. & Spirig, R. (2007). Screening, Assessment und Diagnostik von
    Delirien. Pflege, 20(4), 191-204.
Hasemann, W. (2009). Praxisentwicklungsprogramm Delir am 
    Universitätsspital Basel. In J. Lindesay, A.  MacDonald, K. Rockwood &
    W. Hasemann (Eds.), Akute Verwirrtheit - Delir im Alter (pp. 373-
    398). Bern: Huber.

Unterrichtssprache

Deutsch

Überblick

Voraussetzungen
  • Zugang zum jeweiligen Praxisfeld bzw. Kontakt zu Patienten und Patientinnen im geriatrischen Setting
  • Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Fähigkeit, englische Texte zu lesen und zu verstehen
Lernzeit und ECTS

150 Stunden, 5 ECTS-Punkte
40 Stunden Präsenzunterricht und 110 Stunden angeleitetes Selbststudium

Modultyp

Pflichtmodul in DAS/MAS in Geriatric Care

Modulcode

MAS_GC302

Kosten

Modulkosten (Einzelmodul): CHF 2'500.-
Modulkosten (Studiengang): CHF 2'000.-

Anmeldung und Information

Füllen Sie direkt das Anmeldedossier aus und senden Sie es ausgedruckt an das Studiengangssekretariat mit Originalunterschrift von Hand.
Modulverantwortung

Elke Steudter
Tel.: +41 43 222 63 15
elke.steudter@kalaidos-fh.ch

Kontakt

Barbara Widmer
Tel.: +41 43 222 63 11
barbara.widmer@kalaidos-fh.ch

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